Wie werde ich der Schnecken Herr?

Alle Jahre wieder kommen sie – die Schnecken. Und immer wieder machen sie sich über die Jungpflanzen, Kräuter und blühenden Schönheiten her. Welche Möglichkeiten es gibt und welche von ihnen wirklich sinnvoll sind, soll nun aufgezeigt werden.

Nur bedingt einsatzfähig

snail-160313_640Wie alle Fallenarten, die man gegen Schnecken einsetzen kann, ist auch die Bierfalle mehr ein gnadenloses Ertränken der Schnecken als etwas anderes. Selbiges gilt für das Absammeln und in den Eimer mit Salzlösung werfen. Auch das berühmte Schneckenkorn ist keine Alternative. Zum einen ist es eine sehr unschöne Art, sich der Schnecken zu entledigen. Zum anderen fressen auch andere Gartenbewohner davon und können sich schwere Vergiftungen oder schlimmeres zuziehen.

Evakuieren

Nach wie vor beliebt, leider ein wenig arbeitsintensiv ist die Methode der feuchten Bretter. Sie werden an den Rand der Gemüsebeete gelegt. Da sie feucht gehalten werden, sammeln sich die Schnecken dort im Morgengrauen, wenn sie vor der Sonneneinstrahlung fliehen. Sie werden abgesammelt und irgendwo in den Wald gefahren. Zwar besteht kaum eine Chance, dass sie wieder kommen. Aber die Schnecken des Nachbarn werden sich über die frei gewordenen Regionen freuen und sich auf den Weg machen. Allerdings kann auf diese Weise die Eiablage im eigenen Garten vermieden werden, sodass die Folgejahre vielleicht ein wenig Ruhe herrscht.

Forschertum

Ausprobieren kann man vieles: Wassergraben, Eiswürfel, Essig (anstelle von Bier), Klebeband, Kalk, Nägel, Steinmehl, Kaffeepulver, feinen Sand oder Sägespäne. Leider sind alle diese Methoden nur bedingt erfolgreich. Meist müssen sie mit der Evakuierungs-Variante kombiniert werden, damit sie der Erfolg sich zeigen lässt. Auch im Handel erhältliche Schneckenzäune aus Plastik, die direkt um die entsprechenden Pflanzen gesetzt werden, sind keine Alternative. Selbiges gilt für die Schneckenzäune, die nur 10 – 15 cm Höhe erreichen.

Der Schneckenzaun schlechthin

Wer einen Schneckenzaun einsetzen möchte, benötigt einen aus Zink oder Aluminium, der jedoch das gesamte Beet einfasst. Er lässt sich leicht auch aus alten Regenrinnen bauen. Allerdings muss er zwei Bedingungen erfüllen: Er muss am oberen Rand umgebogen sein, sodass die Schnecken nicht „überweg“ kriechen können. Zudem muss unbedingt darauf geachtet werden, dass keine Pflanzen über den Zaun hinauswachsen und überhängen, sodass Schnecken eine Brücke fänden.

Laut Hersteller kann mit Hilfe dieses Zaunes der Schneckenbefall innerhalb von 24 Stunden auf Null reduziert werden.
Das gleiche Ergebnis ist auch mit Hilfe eines Wassergrabens von circa 15cm Breite zu erzielen. Auch hier gilt es darauf zu achten, dass die Pflanzen auf ihrer Seite bleiben.