Welche Fassaden-Arten gibt es?

Das Haus soll massiv gebaut werden. Dann stellt sich nun also die Frage, welche Fassaden-Art soll es erhalten? Und schon geht das Überlegen wieder los. Natürlich ergeben sich diese Fragen auch, wenn ein Haus renoviert werden soll. Doch bei Fassaden-Art denken viele Menschen einfach nur an Klinker oder Putz. Gibt es denn noch etwas anderes?

Nr. 1 – Die Putzfassade

exterior-768812_640(1)Hierbei handelt es sich um den absoluten Klassiker. Grundsätzlich wird unterschieden zwischen Mauerputz und dem heute beliebten Wärmedämmputz. Im Normalfall sollte zunächst ein Unterputz aufgebracht werden. Ist dieser vollständig durchgetrocknet, was von den Witterungsbedingungen abhängt, erfolgt das Aufbringen vom wasserabweisenden Oberputz. Je nachdem, was gefragt ist, kann ein feinkörniger Putz für eine absolut ebene Oberfläche sorgen oder ein grobkörniger für eine stark strukturierte Oberfläche. Mit Putz können Muster ebenso phantasievoll gestaltet wie auch eine individuelle Farbgestaltung erzielt werden.

Nr. 2 – Die gute alte Klinkerfassade

Sie ist ebenso ein Klassiker wie die Putzfassade. Die Klinkerfassade wird vor die eigentliche Hauswand gemauert. Dabei handelt es sich um langlebige Klinker- bzw. Natursteine. Der entstehende Zwischenraum wird mit einer Dämmung aufgefüllt. Die Dicke einer Klinkerwand beträgt zwischen 9 und 11 mm. Zur Stabilisierung werden Drahtanker zwischen den beiden Wänden eingesetzt.
Die Klinkerfassade kann auch als Riemchen aufgesetzt werden. Diese werden direkt auf die Außenwand des Gebäudes aufgeklebt. Beide Varianten gelten als sehr witterungsbeständig und ergeben somit eine langlebige Fassade.

Nr. 3 – Die Holzfassade

Wer die natürliche Holzoptik bevorzugt kann sich für eine Holzfassade entscheiden. Doch nicht nur die Optik überzeugt. Bei Holz handelt es sich um einen Werkstoff, der gute dämmende Eigenschaften aufweist und dabei auch noch ohne weitere Bearbeitung gut aussieht. Hierbei wird zunächst eine Unterkonstruktion aus Holz an der Außenwand fest montiert. Bei Bedarf kann auch eine Konterlattung angebracht werden. Dies ist von der Stärke der Wärmedämmung abhängig. Wie bei Vertäfelungen im Innenbereich auch, wird hier mit Profilholz mit Nut und Feder gearbeitet. Natürlich muss aber aufgrund der Witterung zu anderen Hölzern gegriffen werden.

Während im Innenbereich viel Fichte verarbeitet wird, greift der Fachmann hier zu Lärche oder Rotzeder. Es versteht sich von selbst, dass diese Hölzer im imprägnierten Zustand geliefert werden müssen. Dennoch ist darüber nachzudenken, ob man das Holz zusätzlich mit einer Holzlasur behandelt, damit es zusätzlichen Schutz erhält. Gerade wenn man zu einer farbigen Holzlasur greift, muss diese Prozedur regelmäßig wiederholt werden. Die Abstände liegen, je nach Qualität der Lasur, zwischen 2 und 5 Jahren.