Eier aus dem eigenen Garten

Selbstversorgung ist ein großes Thema. Denn man weiß ja nie wirklich, was in den unterschiedlichen Produkten des Lebensmittelhandels so drin ist. Da ist es doch eigentlich eine logische Maßnahme, eigene Hühner im Garten zu halten. Sie versorgen uns mit Eier, fressen viele der Tischabfälle und sind auch sonst sehr gesellige Haustiere.

Was gibt es zu beachten?

rooster-1001892_640Der erste wichtige Punkt, der zu klären ist, ist die Frage, ob Hühnerhaltung in der eigenen Wohngegend erlaubt ist bzw. ob die Nachbarn sich von dem Gegacker und dem Krähen des Hahnes nicht eventuell gestört fühlen. Schließlich kennen Hühner kein Wochenende.

Für den Eigenbedarf sind bereits vier bis fünf Hühner ausreichend. Pro Jahr kann mit circa 200 frischen Eiern gerechnet werden. Die Hühner können auch in kleineren Gärten gehalten werden. Einzige Voraussetzung: Es muss ihnen möglich sein, sich ausreichend zu bewegen.

Denn ursprünglich suchen sich diese Tiere ihre Nahrung durch das Umherstreifen. Am günstigsten ist die Kombination eines festen Stalles, des auf für den Winter isoliert ist und einem angemessen großen Auslauf.

Die Ausstattung des Stalles kann hingegen einfach gehalten werden. Ein paar Sitzstangen, ein paar Legekisten, ein trockner Platz für die Futter- und die Wasserschüssel und eine Ecke, in der bei Bedarf eine Wärmelampe aufgehängt werden kann. Hierfür ist entsprechend ein permanenter Stromanschluss notwendig. Somit sollte eine Grundfläche von 3 – 4 m² ausreichen, wenn der Auslauf groß genug ist.

Damit die Hühner nicht auskneifen oder Greifvögel sich ihr Mittagessen holen, ist es sinnvoll, dass der Auslauf mit Maschendraht eingefriedet ist und auch ein entsprechendes Netz oder Gitter über diesem Zaun verzeichnet. Wer seinen Hühnern etwas Besonderes bieten möchte, der kann die eine Hälfte des Auslaufes überdachen. Hierzu können Wellbleche verwendet werden.

Was frisst denn so ein Huhn?

Neben dem gemischten Körnerfutter vom Futterhandel fressen Hühner eigentlich alles. Sie können mit Tischabfällen ebenso jegliches Grünfütter und, erfreulicherweise, auch diverse Schädlinge, die im Garten ein- und ausgehen. Damit ist ein Huhn relativ kostengünstig zu halten.

Wer Angst vor der Hühnerhaltung hat, da er sich mit der gesundheitlichen Lage der Tiere nicht auskennt, mag beruhigt werden. Wenn Hühner nicht mehr richtig fressen bzw. sich nicht mehr bewegen mögen und „matschig“ aussehen, sollte der Tierarzt oder Tierheilpraktiker gefragt werden. Denn auch bei Hühnern kann eine einfache Magenverstimmung vorliegen. Auch ein Parasitenbefall kann vorkommen. Doch diesem kann mit natürlichen Mittel sehr gut vorgebeugt werden.

Und etwas Besonderes für Kinder, die gerne mit Tieren umgehen: Hühner lieben es, beim Besitzer auf dem Schoß zu sitzen und gestreichelt zu werden. Nur schnurren können sie nicht.